Objekt : Legomauer Ingeborg Ortner-Kinderhaus
Datum: 15.12.10
Ort: Garching, Deutschland 
Ausführung: 2010
Aufgabe:

Verkleidung einer Betonmauer mit 250.000 Legosteinen

Objektgröße: 26 m lang, 1 m hoch
Produkteinsatz:

PCI Epoxigrund 390, PCI Nanocret 10, PCI Collastic

Bauherr: <span lang="DE">Technische Universität München,&nbsp;</span>Architekt: Professor Hermann Kaufmann
Planung: <span lang="IT">Professorin Tina Haase, TU München</span>
Firma: <span lang="DE">Professorin Tina Haase, TU München; </span>Malerwerkstätten Heinrich Schmid GmbH &amp; Co KG., Gersthofen

250.000 Legobausteine zieren die 26 m lange Brüstung im Eingangsbereich des Ingeborg-Ortner-Kinderhauses auf dem Hochschul- und Forschungszentrum der TU München in Garching. Die Künstlerin und Professorin Tina Haase kreierte diesen „realphantasierten“ Kindertraum, der beim Betreten des Kindergartens eine Art flash-back zur eigenen Kindheit vermitteln soll. Für die Grundierung und Verklebung der Legosteine kamen PCI-Produkte zum Einsatz.

Das Ingeborg Ortner-Kinderhaus wurde im Oktober 2010 eröffnet und bietet Kindergarten- und Krippenplätze für die Mitarbeiter und Studenten der TU München. Die Baukosten von 1,6 Mio Euro stiftete das Münchner Ehepaar Ingeborg und Johannes Ortner. Der Architekt, Professor Hermann Kaufmann, gestaltete das höchst flexible und am neuesten Stand der Holzbautechnik orientierte Gebäude. Mit der Legomauer im Eingangsbereich schuf die Künstlerin Tina Haase, Professorin für  "Bildnerisches Gestalten" an der Fakultät Architektur, das Corporate Identity des Kindergartens und setzte damit ein Zeichen für die Technische Universität, für ihre neu angestrebte Frauen- und Kinderfreundlichkeit, für moderne zeitgenössische Architektur und für neue künstlerische Innovation. Frau Prof. Haase wählte das Material „Lego“ aufgrund der Farbigkeit und Zweckmäßigkeit für die Verkleidung der Brüstung, die allen Witterungen standhalten muss. Als Schnittstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Kinderwelt und Erwachsenenwelt, weckt das Material Erinnerungen an alte Sehnsüchte und erzeugt mit seinen extrem malerischen Flimmer-Qualitäten Energie und Vitalität.

Nach den Vorgaben von Prof. Haase für ein „gleichmäßiges Durcheinander“ stellten Studenten der TU München Legoplatten her, die die Künstlerin selbst verband, um eine gelungene Bildfolge zu erzeugen. Vor Ort reinigte Herr Andreas Seifert von den Malerwerkstätten Heinrich Schmid mit einer Betonfräse die Oberfläche der Betonmauer vom Zementschleier und spachtelte Betonlunker, Fehlstellen und Unebenheiten mit PCI Nanocret 10 plan. Zur Gewährleistung eines einheitlichen Saugvermögens grundierte Herr Seifert die Wandfläche mit PCI Epoxigrund 390. Das Anbringen der Legoplatten wurde dann aufgrund der schwierigen Wettersituation im Sommer 2010 zum Geduldsspiel: Lange Regenperioden wechselten sich ab mit extremer Hitze. In einer Regenpause, in der nur einige Musterplatten angebracht werden sollten, entschieden sich Frau Prof. Haase und Herr Seifert dann spontan dazu, die komplette Brüstung mit den Legoplatten zu verkleben. Hier kam der 2-komponentige Fliesenkleber PCI Collastic zum Einsatz. Der wasserdichte, schnell härtende und verformungsfähige Reaktionsharzklebstoff soll den Ausdehnungen, die zwischen Beton und Legosteinen auftreten werden, Rechnung tragen. In knapp fünf Stunden vollendete das „Kunst-am-Bau“-Team sein Werk und war mit der Verarbeitung der PCI-Produkte sehr zufrieden.

Die Künstlerin erwartet im Laufe der Jahre eine Veränderung der Färbung und der Oberfläche der Legomauer. Dieser Prozess wird die Optik des Werkes verändern, weicher werden lassen, doch die Künstlerin sieht diesem Prozess mit Spannung entgegen. Was sicherlich unverändert und am längsten Stand halten wird, sind die verarbeiteten PCI-Produkte, so Frau Prof. Haase . . .