Sicher arbeiten – bei PCI jetzt mit Auszeichnung

PCI gewinnt den Förderpreis 2014 „Arbeit•Sicherheit•Gesundheit“

Der Förderpreis „Arbeit·Sicherheit·Gesundheit“ für die Branche Chemische Industrie der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) ging in diesem Jahr an die PCI Augsburg GmbH. Die Preisverleihung fand am 16. Mai in der Alten Oper in Frankfurt statt. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 100.000 Euro der höchst dotierte Arbeitsschutzpreis in Deutschland. Sie wird an Menschen vergeben, die mit ihrer Kreativität Ideen für eine sichere und gesunde Arbeitswelt entwickeln – und dieses Engagement weitertragen.

Der von Branchen-Insidern auch „Arbeitsschutz-Oscar“ genannte Preis wurde in diesem Jahr bereits zum 17. Mal verliehen. Einzelpersonen oder Teams, Unternehmer oder Auszubildende, Anwender oder Hersteller – mitmachen konnte jeder. Als Gewinner der Branche Chemische Industrie ging dieses Mal ein Team der PCI Augsburg GmbH hervor: Horst Sprenzinger, Meister Technikum bei der PCI, Klaus Walser, PCI-Sicherheitsfachkraft, sowie der am Projekt beteiligte Inhaber einer externen Metallbaufirma.

Lösung für mehr Sicherheit auf hochgelegenen Arbeitsbühnen

Prämiert wurde eine Lösung für die gefahrlose Beschickung einer hochgelegenen Arbeitsbühne mit Rohstoffpaletten. „Diese Möglichkeit hat sich dort als ideal bewährt, wo vorhandene Standardlösungen aus örtlichen Gegebenheiten nicht praktikabel sind“, erläutert Preisträger Klaus Walser. Die PCI-Sicherheitsfachkraft hatte die Absturzsicherung ohne elektrischen Schalter bei einer Sicherheitsbegehung im eigenen Unternehmen gesehen. Die rein mechanische Einrichtung stellt sicher, dass beim Öffnen des Tores der betroffene Bereich zuverlässig und manipulationssicher abgeschrankt ist. Horst Sprenzinger, Meister Technikum bei der PCI, hatte diese Lösung in Zusammenarbeit mit seinem Team und einer externen Metallbaufirma entwickelt und im Bereich Technikum-Verfahrenstechnik erfolgreich in Betrieb genommen.

Sicherheit als fester Bestandteil des Arbeitsalltags

Im Vorfeld des Förderpreises „Arbeit·Sicherheit·Gesundheit“ ruft die BG RCI jährlich dazu auf, Beiträge für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz einzusenden und vorzustellen. Prämiert werden können unter anderem innovative sicherheitstechnische Lösungen, betriebliche Aktivitäten für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, Ideen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, Organisations- und Motivationskonzepte, praxisnahe Lösungen für kleine und mittelgroße Unternehmen oder auch sichere Maschinen und Werkzeuge. „Das Bewusstsein für alle Aspekte der Arbeitssicherheit ist uns bei der PCI längst in Fleisch und Blut übergegangen“, berichtet Klaus Walser. „Unsere Sichermacher-Initiative zeigt hier nachhaltige Wirkung.“ Bereits im Jahr 2008 wurde die Sichermacher-Initiative innerhalb des BASF-Konzerns als langfristig angelegte Aktion zur Verbesserung der Sicherheitskultur eingeführt. Mit zielgerichteten Angeboten, Schulungsmaßnahmen und globale Sicherheitstagen soll hierbei das Verantwortungsgefühl des Einzelnen und der Dialog miteinander für eine sichere Arbeitsumgebung gestärkt werden.

Von der Absturzsicherung zur prämierten Lösung

Von der Entdeckung der Absturzsicherung im Technikum der PCI bis zur prämierten Lösung war es dennoch ein längerer Weg. „Innerhalb des BASF-Konzerns ist es gebräuchlich, dass Best Practise Beispiele anderen Bereichen vorgestellt werden“, erklärt Preisträger Klaus Walser den weiteren Werdegang. „So ist auch für diese Lösung eine Präsentation erstellt und neben internen Wettbewerben auch zur Förderpreisverleihung bei der BG RCI eingereicht worden.“ Im Zusammenhang mit der Preisverleihung ist die Absturzsicherung in einem eigens dafür erstellten Videoclip der BG RCI detailliert erläutert, welches unter http://www.bgrci-foerderpreis.de/index.aspx online steht.



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Hat im Jahr 2011 die Sichermacher-Initiative der Konzernmutter BASF eingeführt und wird jetzt mit dem Förderpreis 2014 „Arbeit·Sicherheit·Gesundheit“ für die Branche Chemische Industrie der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) belohnt: die PCI Augsburg GmbH.

Ohne ausreichende Absturzsicherung ein Sicherheitsrisiko für die Mitarbeiter: Hubarbeiten an hochgelegenen Arbeitsbühnen.

Sperrmechanismus im geschlossenen Zustand: Das Schiebetor wird mechanisch durch eine im Rahmen des Schiebetors eingefahrene Metallplatte der geöffneten Türe gesichert. Eine Öffnung ist des Tores ist somit unmöglich.

Das Sicherheitstor im geöffneten Zustand – der Sperrmechanismus wurde durch die komplett geschlossene Tür aufgehoben, so dass das Schiebetor für die Hubarbeiten geöffnet werden kann.

Arbeitsplattform, auf der Paletten für die Ein- bzw. Auslagerung bereitgestellt werden. Solange keine unmittelbare Hubarbeit stattfindet, wird der absturzgefährdete Bereich durch ein Schiebetor für Mitarbeiter gesichert. Ist der Mitarbeiter außerhalb der Gefahrenzone, kann das Schiebetor wie hier mechanisch geöffnet werden.