Objekt : Congress Centrum Heidenheim
Datum: 08.05.10
Ort: Heidenheim, Deutschland 
Ausführung: 2009
Aufgabe:

Natursteinverlegearbeiten im Haupttreppenhaus, den Treppenhäusern 4 und 5, dem Foyer im Erdgeschoss und Untergeschoss sowie der Empore

Objektgröße: 2.000 m²
Produkteinsatz:

PCI Gisogrund 404,

PCI Carrament

Bauherr: Congress &amp; Event Heidenheim GmbH<br />(vormals Konzerthaus GmbH)
Generalunternehmer: Ed. Züblin AG<br />Direktion Stuttgart / Komplettbau<br />Bereich Ulm/Neu-Ulm<br />Schlüsselfertiges Bauen 2, Stuttgart
Firma: Mack GmbH Fliesen, Natursteine, Grabmale, Giengen/Brenz<br />Fa. Mikelopoulos Giengen Silicon<br />Gesellschaft für Trittsicherheitstechnik Lehmann Karlsruhe<br />Landholt Abdeckfliese Floorliner vapor CH
Fachberatung: Herr Hans Schneider
Ihr Ansprechpartner für Rückfragen:

Kerstin Jung, PCI Augsburg GmbH
Tel.: 0821-5901-347
Fax: 0821-5901-540
E-Mail: kerstin.jung@basf.com

„Jura grau“-Naturstein im Foyer und auf der Empore:

Viele Böden im Congress Centrum Heidenheim, unter anderem das Foyer im Erdgeschoss, die breite Treppe zur Empore und diese selbst, sind mit Naturstein der Sorte „Jura grau“ belegt. Die Flächen summieren sich im gesamten Gebäude auf etwa 1600 m² plus 350 laufende Meter Tritt- und Stellplatten. Um der Anforderung an die Belastbarkeit der Bodenflächen (5 N/mm²) gerecht zu werden, entschied man sich zur Verlegung 2 cm starker Natursteinplatten. Die Oberfläche des Natursteins, welcher nach Maßgabe des Architektenbüros Zürn, Dasch, von Scholley aus 20, 25 und 30 cm breiten Platten unterschiedlicher Länge gebildet ist, wurde tellergestrahlt und gebürstet. Infolge dieser Oberflächenbearbeitung zeigt das vom Ursprung her eher weiche Sedimentgestein eine rustikale in sich lebhafte Oberfläche. Unvermeidliche Gebrauchsspuren, wie sie beim Begehen oder einem Missgeschick am Buffet entstehen können, bleiben durch diese Oberflächenbeschaffenheit praktisch unsichtbar.

Treppen bildeten den Anfang:

Am 19. Mai 09 starteten die umfangreichen Natursteinarbeiten im CCH mit dem Haupttreppenhaus. Drei Mitarbeiter der Firma Mack und der Chef persönlich verlegten täglich 6 Steigungen der sich nach unten verjüngenden Treppe mit einer Laufbreite von durchschnittlich 10 Metern. Sie betteten den „Jura grau“ in den speziell für das Arbeiten mit Natursteinen bestimmten Ansetz- und Verlegemörtel PCI Carrament grau. Bei der Beurteilung der angegebenen Tagesleistung ist als besondere Herausforderung zu berücksichtigen, dass 120 Aussparungen für Treppenlichter in die Stellplatten eingearbeitet werden mussten. Die Natursteinflächen der Zwischenpodeste der großen Treppe wurden in Trassmörtel gebettet. Bis zum 9. Juni 09 konnte die Arbeit in allen Treppenhäusern abgeschlossen werden, rund 350 lfm. Tritt- und Stellplatten waren schließlich verlegt.

Verlegung im Foyer in Etappen:

Der Natursteinbelag der Bodenflächen ruht auf einem Fließestrich, der im Februar 2009 eingebaut worden war. Nach ersten CM-Messungen im April 09 belüftete man die Flächen so, dass sich der geforderte Wert von ? 0,5 % im Mai 09 zunächst im unteren Foyer eingestellte. Hier konnten die Arbeiten beginnen. Leider erfüllte die Ebenheit des eingebauten Estrichs nicht überall die gestellten Anforderungen, was zu Verzögerungen im Bauablauf führte. Im Zusammenhang mit dem dazu angefertigten Protokoll nahmen Mitarbeiter der PCI Augsburg GmbH Haftabzugsproben mit „sehr guten“ Ergebnissen. Wegen des durch die Unebenheiten erforderlichen Mehrauftrags an Verlegemörtel empfahlen sie dem Verarbeiter, die Flächen zunächst mit PCI Gisogrund 404 zu grundieren. Die Mitarbeiter der Firma Mack GmbH – allesamt gelernte Fliesen- Platten- und Mosaikleger bzw. Steinmetz und Steinbildhauer - begannen die Verlegearbeiten im Foyer des Untergeschosses (rd. 486 m²) im Anschluss an die Arbeiten an den Treppen, den Podesten und dem Zugang zur Tiefgarage am 9. Juni 09. Die Fläche wurde zunächst angeschliffen und wie empfohlen mit PCI Gisogrund 404 in zwei Arbeitsgängen grundiert. Anschließend wurde der Naturstein mit PCI Carrament grau verlegt. Bis Ende Juni war die Arbeit getan und es schlossen sich die Bodenlegearbeiten auf der Empore und im Foyer des Erdgeschosses (rd. 578 m²) an.

„Für den Boden im Erdgeschoss des Hauptfoyers war ein Verlegeplan erstellt worden“, berichtet Georg Mack. „Architekt und Bauherr hatten die Belagsfläche in Trapeze unterteilt, die durch Profile gestalterisch voneinander getrennt werden sollten. Diese Lösung kam uns entgegen, da wir nun auf einer Fläche von 51 x 11 Metern quer zum Verband und ohne Störung des Gesamtbildes Belagstrennfugen anlegen konnten. Diese wurden zunächst vom Estrichleger eingemessen und hergestellt. Anschließend bauten meine Mitarbeiter die ausgewählten Profile ein.“

Sämtliche Belagsfugen wurden durch die spezialisierte Firma Mikelopoulos mit Silikon verschlossen. Diese Arbeiten fanden in der Regel abends oder an den Wochenenden statt.

Dem Arbeitsfortschritt der Bodenlegearbeiten folgend wurden die Natursteinböden durch Mitarbeiter der Firma Lehmann aus Karlsruhe vorwiegend an den Wochenenden grundgereinigt und imprägniert. Mitarbeiter der Firma Mack deckten die so vorbereiteten Bodenflächen mit einem Spezialflies ab, das atmungsaktiv und dampfdurchlässig ist. Dieser Schutz diente dazu, den frisch verlegten Natursteinböden fleck- und verfärbungsfrei austrocknen zu lassen. Darüber ordnete man 3 mm starke Hartfaserplatten an und fixierte sie mittels Klebebändern. Die so geschützten Flächen konnten nun für folgende Arbeiten begangen und mit luft- oder weichgummibereiften Geräten auch befahren werden.