Objekt : Dicht für weitere 100 Jahre
Datum: 21.03.07
Ort: Berlin, Deutschland Deutschland
Ausführung: 2007
Aufgabe:

Bauwerksabdichtung des rückwärtigen Bereichs der Stützmauer

Objektgröße: 920 m² Stützmauer
Produkteinsatz:

PCI Seccoral 2K, PCI Repafix, PCI Pecimor 2N

Bauherr: Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Vertreten durch die Grün Berlin und Garten GmbH
Planung: Büro Mücke Architekten, Gesellschaft von Architekten mbh, Berlin Fugmann+Janotta Landschaftsarchitekten, Berlin
Firma: RT Bautenschutz GmbH, Berlin
Fachberatung: Rainer Bernhardt, PCI-Fachberatung Andreas Albert, PCI-Anwendungstechnik
Ihr Ansprechpartner für Rückfragen:

Kerstin Jung
PCI Augsburg GmbH
Tel.: 0821-5901-347
Fax: 0821-5901-416
E-Mail: kerstin.k.jung@basf.com

Im 2. Weltkrieg wurde der Stettiner Bahnhof stark beschädigt. Lange Jahre markierte die Stützmauer die Grenze zwischen den Berliner Stadtbezirken Mitte und Wedding.

Mit der Errichtung der Berliner Mauer am 13. August 1961 bekam das Bauwerk eine völlig neue Bedeutung. Plötzlich lag das gesamte Bahngelände des ehemaligen Bahnhofes im Grenzbereich. Das Bahngelände wurde vollständig planiert und zum berüchtigten Todesstreifen umgerüstet. Die Stützmauer wurde Bestandteil einer der am besten bewachten Grenzanlagen der Welt. Die in der Stützmauer vorhandenen Zu- und Abgänge wurden „für alle Ewigkeit“ vermauert und zubetoniert.

Heute erinnert nur noch weniges an diese wechselvolle Geschichte. Der eigentliche Grenzverlauf wird durch eine schlichte Doppelreihe aus Pflastersteinen nachgezeichnet, die Natur hat von den Freiflächen Besitz ergriffen. Die Stützmauer als letztes Bauwerk eines für die damaligen Verhältnisse modernen Bahnhofes begrenzt das ehemalige Bahngelände zu den anliegenden Straßen.

Bei der zu sanierenden Stützmauer handelt es sich um eine in den 70-iger Jahren des 19. Jahrhundert erichtete Schwergewichtsstützwand bestehend aus Klinkern im damaligen Reichsformat. Die Klinkermauer stützt das ca. 3 m über dem Niveau der anliegenden Straßen gelegene ehemalige Bahngelände des ehemaligen „Stettiner Bahnhofes“ ab.