Objekt : Alte Steine neu gebettet
Untertitel : Hochwasserschäden in Pirna: Pflaster in gebundener Bauweise verlegt
Datum: 29.05.17
Ort: Pirna, Deutschland 
Ausführung: 2016
Aufgabe:

Sanierung des Pflasterbelages in der Langen Straße in gebundener Bauweise mit Bestandsmaterial

Objektgröße: ca. 1.500 m² auf 220 m Straßenlänge (1. Bauabschnitt)
Produkteinsatz:

PCI Repahaft, PCI Pavifix CEM, PCI Elastoprimer 145, PCI Elritan 140

Bauherr: Stadt Pirna
Planung: Ingenieurbüro Ulrich Karsch, Pirna
Firma: MONTAG Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG
Fachberatung: PCI-Anwendungstechnik: Falk Findeisen PCI-Fachberatung: Steffen Schütze
Ihr Ansprechpartner für Rückfragen:

PCI Augsburg GmbH
Piccardstraße 11
86159 Augsburg
Telefon: 0821 5901-0
Telefax: 0821 5901-416
E-Mail: pci-info@basf.com
www.pci-augsburg.de

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Das Elbe-Hochwasser 2013 hatte die sächsische Stadt Pirna stark getroffen. Die Altstadt stand damals komplett unter Wasser. Die Hochwasserschäden gingen in die Millionen und die Instandsetzung dauert bis 2018 weiter an. Von Mai bis Oktober 2016 stand der erste Bauabschnitt der Langen Straße in der Pirnaer Altstadt zur Sanierung an. Das Elbewasser hatte den Pflasterbelag unterspült und zum Teil ruiniert. Eine sichere und den Anforderungen entsprechende dauerhafte Instandsetzung galt der Stadt als oberste Priorität. Eine gewichtige Rolle spielte außerdem der städtebildliche Faktor: Das Erscheinungsbild der Altstadt sollte bewahrt und daher das noch intakte Bestandsmaterial verwendet werden. Für die Instandsetzung beauftragt war die MONTAG Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG. 

Aus Alt macht Neu

Das Pflaster wurde mit der wasserfesten und frostbeständigen Mörtel-Haftbrücke PCI Repahaft in gebundener Bauweise verlegt und mit PCI Pavifix CEM wasserundurchlässig verfugt. Bei dieser Vorgehensweise erfolgt die Verlegung auf einer festen Tragschicht beziehungsweise Bettung. Zusammen mit der wasserundurchlässigen Fugenfüllung erzielt die gebundene Bauweise eine enorme Widerstandfähigkeit gegenüber Belastungen. Der Fugenmörtel  PCI Pavifix CEM ist frosttausalzbeständig, härtet rissfrei und ohne Ausbrüche aus und hält hohen Beanspruchungen stand. „Durch die verbesserte Rezeptur ist die Fuge im frischen Zustand stabiler, sehr schnell waschbar und der Pflasterstein ist leicht zu reinigen“, erklärt PCI Fachberater Steffen Schütze, der vor Ort beratend zur Seite stand. „Das spart Zeit und Geld und gestaltet den Arbeitsvorgang effizienter.“

Der Mörtel lässt sich leicht verarbeiten – ein Vorteil gerade bei großen Flächen: Nach dem Vornässen des Pflasterbelags verteilten die Arbeiter den Fugenmörtel im Schlämmverfahren auf dem Pflasterbelag. Mit Gummischiebern brachten sie den Mörtel gleichmäßig in das Pflaster ein und reinigten die Granitsteine mit einer Flachstrahldüse. Die Dehn- und Anschlussfugen stellten die Handwerker mit dem nicht korrosiven und weiterreißfesten Polyurethan-Dichtstoff PCI Elritan 140 in Verbindung mit der Haft-Grundierung PCI Elastoprimer 145 her. 

Historisches Stadtbild erhalten

Auf rund 2.000 Quadratmetern Fläche wurde nach dieser Vorgehensweise ausschließlich Bestandsmaterial verlegt. Die Stadt Pirna konnte das historische Altstadtbild erhalten und durch die gebundene Bauweise einen verlässlichen Schutz gegen das Hochwasser realisieren. Die enge Bindung des nicht drainfähigen Fugenmörtels mit dem Pflaster ergibt einen starken Verbund. Der stabile Konstruktionsaufbau verhindert das Auswaschen der Fugen oder gar ein Unterspülen des gesamten Pflasterbelags – ein enormer Vorteil gegenüber der ungebundenen Bauweise.